Contemporary Egyptian Dance (CED) |
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Die Jahrtausende alte Tanzkunst Ägyptens wurde im Laufe der wechsel-vollen Geschichte ihres Landes zahlreichen Einflüssen ausgesetzt und hat heutzutage viele Gesichter. Aus traditionellen Tänzen entwickelten sich vor allem in den letzten Jahrzehnten verschiedene moderne Richtungen. Eine davon ist der heutige „Contemporary Egyptian Dance“ (CED), der sowohl traditionelle ägyptische als auch zeitgenössische westliche Elemente bein-haltet und auf ägyptisch-arabische Musik getanzt wird.
Video-ClipsHier sind einige Ausschnitte aus Bühnenshows mit Beatrice Dobre zu sehen. Die Videos haben eine Größe zwischen 4 und 8 MB. Sie sind im WMV-Format abgespeichert und können z.B. mit dem Windows Media Player oder Real Player angeschaut werden. Den Windows Media Player kann man hier kostenlos herunterladen. Viel Vergnügen mit den Videos!Sharqi Video von der Performance „Contemporary Egyptian Dance - Orient meets Occident“ mit Beatrice Dobre inklusive Interview auf der EnBW Turn-WM am 03.09.2007 auf dem Stuttgarter Schlossplatz hier! Courtly
Baladi
CEDDie neue Tanzform CED basiert auf traditionellen Wurzeln der ägypti-schen Kultur, die auf eine einzigartige, zeitgenössische Weise weiterent-wickelt wurden. Ob als Hobbytanz oder professioneller Bühnentanz – Der
Bauerntanz „Fellahi“, der „Hagalla“-Tanz der Beduinen, der
Zigeunertanz „Ghawazee“ und vie-le weitere
ägyptische Folklorestile werden unter dem breitgefächer-ten Begriff „Sha'abi“ zusammenge-fasst. Alle Tanzstile zeichnen sich durch eine temperamentvolle, erdige Energie aus. Vibrierende Hüftbewegungen, der Einsatz von Wechselspielen zwischen weibli-cher und männlicher Energie beim Tanzen, viele feurige Schrittpassa-gen, lockere Armhaltungen und an Derwischtänze erinnernde Dreh-ungen charakterisieren den Sha'abi im CED. Hier ist auch der traditionelle Stocktanz Sa'idi einzuordnen, der heutzutage sowohl von Männern als auch in einer adaptierten Version von Frauen getanzt wird. Courtly
Der feine höfische Courtly gehörte be-reits in früher Zeit zur anspruchsvollen Unterhaltung von Kalifen, Emiren und Sultanen. Insbesondere im 18. Jahrhun-dert stand die höfische Musik in voller Blüte und löste im Einklang mit tänzeri-schen Darbietungen beim Zuschauer oft „Tarab“ aus - einen Zustand des ästheti-schen Genusses. Das damalige „Takht“-Orchester bestand meistens aus Nay (Flöte), Oud (Laute), Req (Schellen-trommel), Quanun (Zitter) und Kamanga (Violine). Der höfische Tanz wurde in angesehenen Villen und Palästen mit der Zeit auch von den „Awalim“ vorgeführt, welche zunächst ausgebildete Frauen im Musizieren, Singen und Rezitieren waren und später ebenso das Tanzen in ihr Repertoire aufnahmen. Courtly im CED zeichnet sich bis heute durch schöne einrahmende Arme, feine Eleganz bei der Schrittab-folge, filigrane Hüftshimmies und feminine Ausdruckskraft aus. Sharqi
In
den 30er bis 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der höfi-sche Tanz
zum eleganten moder-nen Sharqi weiterentwickelt. Be-rühmte Tänzerinnen wie Samia Gamal oder Tahia Carioca ha- Baladi
Die jüngste Form des Ägypti-schen Tanzes stellt „Baladi“ dar. Er entstand im Zuge der Urbani-sierung Ägyptens vor über hun-dert Jahren aus traditionellen Tänzen des Sha'abi. Der oft von Akkordeon oder Saxophon be-gleitete Baladi wird gern als Jazz des Ostens bezeichnet. Aufgrund seiner unerschöpflichen Bandbrei-te an Stimmungen drückt er neben lebensbejahender Freude auch sehnsüchtige Melancholie aus. Zu seiner Zeit wurde Baladi oft in städtischen Cafés von Musikern und Tänzern improvisiert aufgeführt. Der heutige Baladi im CED bedient sich einer Reihe neuer Elemente. Neben verschiedenen Figuren am Boden können ebenso mehrere Schleier in den Tanz integriert werden. Auch kann Baladi erzählend sein, ohne theatralisch zu wirken. Mitreißend sind zudem die vielen in sich gedrehten Spiralen, die exakt mit der Musik abgestimm-ten, sehr komplexen Hüftakzente und die vom pharaonischen bis hin zu modernem Ausdruck reichende Vielfalt an Armpositionen. |
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